Advent Advent

 

Jedes Jahr das Selbe: plötzlich ist Weihnachten!

 

Ja, es gab Warnungen. Seit August stehen Lebkuchen im Supermarkt, es wurde kälter und die Menschen werden latent gestresster. Und trotzdem bin ich schon wieder überrascht, wie schnell das ging.

Zum Glück habe ich mich nach letztem Weihnachten intensiv mit der Frage beschäftigt, wie ich die Adventszeit eigentlich verbringen möchte. Und deshalb bin ich zwar überrascht, aber vorbereitet ;)

 

 

Ich stelle seit Jahren fest, dass ich mit dem Advent, wie er bei uns so zelebriert wird, immer mehr Schwierigkeiten habe.

Da ist so viel Ablenkung, so viel Glitzer und Schnickschnack, so viel Unechtes, Aufgebauschtes und auch Unreines. 
Aber was machen wir eigentlich den ganzen Advent lang und wozu?
Selbst wenn ich es Zuhause cozy mache, mit Plätzchen backen, Kakao und Geschichten vorlesen (und das ist schon ein steiles Pensum), ist das gemütlich und wirkt auch irgendwie so, als würde es darum in der Weihnachtszeit gehen. 
Tut es aber nicht. Es geht nicht um Gemütlichkeit. Es geht nicht um Geschenke und glückliche Gesichter. Sorry, aber das ist alles nur Kosmetik. Trostpreise in einer Welt, die nichts anzubieten hat.


In Wahrheit geht darum, dass wir uns neu darauf besinnen, dass Gott Mensch wurde.

Dass er seine Göttlichkeit ausgezogen und sich Menschlichkeit angezogen hat, um dir und mir dort zu begegnen, wo wir sind.

Um uns nahe zu sein. Um eins mit uns zu sein.
Das, was wir niemals schaffen können, hat er für uns getan. Weil wir ihm so wichtig sind. Weil du ihm so wichtig bist!

 

Ich sehe jedes Jahr, wie Menschen, die ich jeden Sonntag (und auch Samstag) in der Kirche treffe, im Advent so krass eins mit der Welt werden, dass es mir wirklich die Sprache verschlägt. Du kannst nicht eins mit der Welt UND eins mit Gott sein! 
Aber ich glaube, dass da eine Sehnsucht ist, diese Zeit besonders zu gestalten und zu erleben. Ich glaube, dass wir eine Sehnsucht haben uns vorzubereiten; etwas anders zumachen, als den Rest des Jahres. 
Natürlich will diese Sehnsucht gestillt werden. Es fehlt aber oft an Angeboten.

Je nachdem wo du wohnst und in welche Kirche du gehst, gibt es nette Adventstreffen und Weihnachtsfeiern - da wird aber auch über Politik, den nächsten Urlaub und den Weihnachtsbaumschmuck geredet. Das ist nett, aber es füllt deine Sehnsucht nicht. 

Wir singen so viele schöne Lieder. Aber glauben wir, was wir da singen? Und tun wir dann, was wir singen?

 

Erheb den Namen Jesus. (Jeschua, in deinem Namen) 
Vor dir leg ich alles hin. (Schaffe Raum)
Nichts hat mehr Bedeutung, als vor ihm nieder knien. (Hosianna)

 

Was können wir also tun?


Mich treibt Jakobus 4:7-8 an.

(Schlag deine Bibel auf. Da wird deine Sehnsucht gestillt.)


Ich glaube, dass wir unsere Herzen auf Jesus vorbereiten, ja uns heiligen können, wenn wir besser verstehen, wer Jesus ist. 
Wie er im Wort Gottes genannt wird, ist wer er ist. 
Darum die Namen Jesu. Darum „Wir erheben deinen heiligen Namen“.

Das ist, was wir tun wollen, denn genau das beten wir auch im „Vater unser“.

Das ist, was unsere Sehnsucht stillt. 


Das heißt übrigens nicht, dass Weihnachtsfeiern und Plätzchen backen ab sofort verdammt und verboten sind. Es heißt nur, dass es gut ist, wenn du dir überlegst welchen Stellenwert all das in deinem Leben haben darf.  

 

 

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